Länderinfo Bali

Über Bali

  • Hauptstadt: Denpasar
  • Fläche: 5634,43 km²
  • Einwohner: ca 3.891.428
  • Bevölkerungsdichte: 691 Einwohner/km²
  • Landessprache: Indonesisch/Balinesisch
  • Währung: Rupiah
  • Regierungsform: Präsidialrepublik
  • Klima: tropisch, feucht-heiß

Religion

Etwa 92,3% der Bevölkerung sind Hinduisten, 5,7% gehören dem Islam an, 1,4% sind Christen und 0,6% der Einwohner sind Buddhisten. Der Religion und den damit verbundenen Bräuchen wird auf Bali ein sehr hoher Stellenwert beigemessen.

Sprache

Auf Bali wird vor allem Balinesisch und Indonesisch gesprochen. Aber auch mit Englisch kann man sich in den Touristengebieten sehr gut verständigen.

Klima

Das Klima auf Bali ist feucht-tropisch mit einer Luftfeuchtigkeit von über 75%. Die Jahreszeiten lassen sich in Trockenzeit (April bis Oktober) und Regenzeit (November bis März) einteilen.  In der Regenzeit gibt es monsunartige Regenfälle, wobei die Temperatur trotzdem um 30°C liegt. Die Meerestemperatur beträgt rund 28°C.

Geschichte

  • Ca. 1500 v. Chr. besiedelten die ersten Einwanderer aus Südindien Bali
  • Indische Händler kamen auf die Insel, wodurch sich der hinduistische Glauben verbreitete
  • Das erste Königreich wurde 990 n. Chr. gegründet
  • 1478 zog die hinduistische Oberschicht von Java nach Bali
  • Von 1846 bis 1908 wurde Bali in Etappen von Niederländer besetzt
  • Bis 1942 beherrschten die Niederländer beherrschten die Insel
  • Bis 1945 wurde Indonesien und somit auch Bali von den Japanern annektiert
  • Am 17. August 1945 wurde die Unabhängigkeit von Indonesien erklärt und Bali ist seitdem ein Teil des Landes
  • 1963 brach der Vulkan Gunung Agung aus und tötete tausende Einwohner
  • Am 12. Oktober 2002 kamen 202 Menschen bei einem Bombenattentat in zwei Diskotheken in Kuta ums Leben
  • Am 1. Oktober 2005 tötete ein weiterer Bombenanschlag 26 Menschen in Jimbaran und Kuta
  • Die Insel hat sich gut von den Anschlägen erholt und wurde zu einem Paradies für Besucher aus aller Welt

Wirtschaft

Die größte Beschäftigungsquelle auf Bali bildet nach wie vor die Landwirtschaft. Das bedeutendste Anbauprodukt hierbei ist Reis und die wichtigsten Exportprodukte sind Kokosnüsse, Schweinefleisch und Arabica-Kaffee. Auch der Fischfang und –verkauf als eine wichtige und traditionelle Tätigkeit, wird noch heute auf Bali betrieben. International wirtschaftlich erfolgreich ist Bali nur mit der Textilindustrie. Die wichtigste Einnahmequelle ist heute der Tourismus. Jährlich besuchen etwa 4 Millionen Touristen die Insel. Trotz der viele Besucher gelingt es Bali seine kulturelle Identität aufrechtzuhalten.

Beschäftigung der Bevölkerung:

  • 59% Landwirtschaft
  • 19% Handel (Textil, Baugewerbe, handwerkliche Erzeugnisse)
  • 22% Tourismus (Handel, Finanzwesen, Gastgewerbe)

Politik

Seit 14. August 1959 bildet Bali zusammen mit den Nachbarinseln eine der 27 Provinzen der Republik. Die indonesischen Provinzregionen werden von je einem Gouverneur verwaltet. Der balinesische Gouverneur, Made Mangku Pastika, hat seinen Sitz in Denpasar. Die Oberbürgermeister und Kreisräte der acht Landkreise Balis sind dem Gouverneur unterstellt. Die einzelnen Dörfer wiederum werden von dem Dorfoberhaupt regiert und sind in Dorfbezirke unterteilt.

Kultur

Kultur und Religion auf Bali sind sehr eng miteinander verbunden. So wird der Alltag der Balinesen vor allem vom Hinduismus bestimmt. Daher ist Balis Landschaftsbild von Tempeln und Opfergaben geprägt. Der Hinduismus wird öffentlich praktiziert und bestimmt den Alltag jeder balinesischen Famile. Vor fast jedem Haus oder balinesischem Geschäftsstand findet man kunstvoll mit Blumen und anderen täglichen Konsumgütern (Zigaretten, Süßigkeiten, Crackers etc.)verzierte kleine Opferschälchen, sogenannte „Canangs“. Damit stimmen  die Balinesen ihre Götter milde und erhalten damit die Balance ihres Universums. „Om Swastiastu“, was so viel bedeutet wie „Gott segne dich“, liest man über vielen Eingängen oder da, wo eine Festlichkeit stattfindet.

In jedem Haushalt findet man einen hauseigenen Tempel und Wächter  - mal prachtvoll und mal weniger aufwendig konstruiert, an denen jeden Tag Opfergaben niedergelegt und ein kurzes Gebet abgehalten werden. Neben den größeren Festlichkeiten wie Galungan und Kuningan gibt es noch unzählige weitere Tage, an denen Familien auf Roller oder auf kleinen Pick-Up Trucks zu Tempeln fahren und Zeremonie abhalten. Diese Tage sind abhängig von Tempel und Familie und für Außenstehende sehr schwer zu durchblicken.

Wichtig in der Balinesischen Gesellschaft ist vor allem die Zugehörigkeit zur Familie und Gemeinschaft. So unterteilt sich jeder Ort nochmal in sogenannte „Banjar“, die einen definierten Umkreis hinsichtlich infrastruktureller Entwicklungen und allgemeiner Ordnung koordinieren. Außerdem finden hier regelmäßige Treffen der Älteren oder der Jugend statt, um Traditionen zu erhalten und über Bevorstehendes Abzustimmen. Jede Person gehört einer bestimmten Banjar an, welche durch die Familie bestimmt wird. Im Gegensatz zur westlichen Kultur hat das Individuum bei den Balinesen keine große Bedeutung, vielmehr ist die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft und Familie wichtig. Genau deshalb wird sich jeden Abend zum Plaudern oder Essen in einem der Familienhäuser getroffen.